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Die Thermographie ist nichts anderes
als Wärmemessung. Ärzte in verschiedenen
Zeitepochen erfühlten mit dem Handrücken auf der Körperoberfläche ihrer Patient/inn/en
besonders heiße oder kalte Hautstellen und schlossen daraus auf entzündliche
oder degenerative Erkrankungen in den darunterliegenden Organen.
Heute sind wir in der Lage, uns diese
alten Erfahrungen mit Hilfe moderner Technik nutzbar zu machen. Elektronische
Thermofühler ermitteln in Sekundenschnelle und mit großer Genauigkeit
die Temperaturen der menschlichen Haut - unbestechlich und unverfälscht. Ein angeschlossener Schreiber zeichnet
die ermittelten Werte auf. Es lässt sich mit geübten Blicken jede Abweichung
vom physikalischen Normwert auffinden und als entzündliche oder degenerative
Veränderung im dazugehörigen Organ deuten. Da jede Hautpartie durch
einen Nerven-Reflexbogen, der über das Rückenmark verläuft, mit dem
zu seinem Segment gehörenden inneren Organen verbunden ist, kann man aus dem Regulationsverhalten der Haut auf den Funktionszustand
des entsprechenden Organs schließen.
So kann der geschulte Arzt oft bei
seinen Patient/inn/en eindeutige Hinweise finden auf das Ausmaß von Beschwerden
und auch auf bisher noch nicht erkannte Leiden und verborgene Krankheitsursachen.
Es lassen sich Zusammenhänge zwischen einem Herd (z.B. kranke Zähne, Nebenhöhlen,
Mandeln, Blinddarm) und dem chronischen Leiden erkennen. Das
Wichtigste und Erstaunlichste aber ist, dass die Wärmeveränderung erstes Anzeichen
einer Funktionsstörung ist, erkennbar schon Jahre vor dem Auftreten eines
den Patient/inn/en bemerkbaren oder klinisch nachweisbaren Leidens. Schon jungen, sich gesund fühlenden
Menschen, kann man aufgrund ihres Thermogramms sagen, wo die Schwachstellen
ihres Organismus zu finden sind. So ist die Regulationsthermographie eine echte „Vorsorgeuntersuchung“,
die Krankheiten verhüten hilft. Sie ist aber auch eine wertvolle
Hilfe bei der Kontrolle einer durchgeführten Therapie, da man im Thermogramm
den Fortschritt der Gesundung verfolgen kann.
Eine zuverlässige Aussage vermag die
Thermographie nur zu geben, wenn Sie die folgenden Hinweise genau beachten:

Die günstigste Tageszeit für die Thermographie ist die Zeit von 7.00 Uhr
bis 12.00 Uhr, da der Organismus auf Kaltreize vormittags deutlicher reagiert
als am Nachmittag. Sie werden erst eine halbe Stunde nach Eintreffen in der
Praxis gemessen, damit der Organismus ausreichend Zeit hat, sich an die Temperatur
des Untersuchungsraumes zu akklimatisieren. Diese Wartezeit ist unbedingt
notwendig

Kommen Sie ruhig und entspannt zur Untersuchung, nicht erhitzt und nicht
abgekühlt.

In der Früh nicht duschen oder kalt waschen (auch nicht das Gesicht),
keine Rasur, keine Kosmetika und kein Körperspray verwenden.

Nehmen Sie ab 48 Stunden vor der Untersuchung keine Medikamente (Schlaf-,
Schmerz-, Beruhigungsmittel etc.), auch keine Homöopathika ein. Corticoide müssen 2-3 Wochen vor der Messung
abgesetzt werden. Röntgenaufnahmen
sollen einige Tage zurückliegen. Medikamente, deren Einnahme nicht unterbrochen
werden darf (z.B. Diabetes-, Herz-, Asthmamittel), müssen Sie selbstverständlich
weiter einnehmen!

Messungen dürfen nicht nach einer umfangreichen Mahlzeit vorgenommen werden,
jedoch sollten Sie auch nicht nüchtern sein. Ein leichtes Frühstück mit Kräutertee
ist zweckmäßig. Am Tag der Untersuchung sollten Sie keinen Bohnenkaffee, keinen
Schwarztee, keinen Alkohol trinken und nicht rauchen.

Tragen Sie zur Untersuchung möglichst bequeme und keine beengende Kleidung,
auch keine Büstenhalter. Nötig ist ein langärmeliges Hemd bzw. eine langärmelige
Bluse, vorne aufknöpfbar. Vermeiden Sie Kunstfasern.

Bringen Sie, wenn möglich, zur Untersuchung alle ärztlichen und zahnärztlichen
Befunde des letzten Jahres mit.
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