Die Amalgam-Problematik

 

Was ist Amalgam?
Anzeichen von Unverträglichkeit
Nachweismöglichkeiten
Entfernung/Sanierung

Amalgam ist ein sehr häufig verwendetes Zahnfüllmaterial. Es enthält das Schwermetall Quecksilber, außerdem je nach Amalgamart das ebenfalls giftige Zinn sowie Silber, Zink und Kupfer. Durch heiße und saure Speisen sowie durch intensives Kauen werden aus Amalgamfüllungen jeweils kleinste Metallmengen freigesetzt.

Das Quecksilber aus dem Amalgam ist für den Menschen besonders giftig. Außerdem wird schon aus zwei Amalgamfüllungen pro Tag mehr als doppelt soviel Quecksilber abgegeben, als normalerweise mit der Nahrung aufgenommen wird! Diese Tatsache ist aufgrund der hohen Giftigkeit des Stoffes sehr bedenklich, vor allem, da die meisten Menschen mehr als zwei Amalgamfüllungen im Mund haben!

Patienten mit Amalgamfüllungen zeigen (abhängig von Anzahl, Alter und Verarbeitung der Amalgamfüllungen) schon nach zehnminütigem Kaugummikauen zu Testzwecken eine deutlich erhöhte Quecksilberkonzentration im Mund. Die Werte liegen bei den meisten Patienten noch eine Stunde nach Beendigung des Kauens um nahezu 100% oberhalb des Grenzwertes.

Die Einführung des Amalgams 1826 hat schwerwiegende Probleme mit sich gebracht.
     1840 wurde das Amalgam in Amerika wegen auftretender Quecksilberdampfvergiftungen verboten.
     1855 wurde es aus der Tatsache, dass es leicht zahnärztlich zu verarbeiten ist und aus ökonomischen Gründen wieder zugelassen, aber seither warnen viele Chemiker und Wissenschaftler, die sich mit Giftsubstanzen beschäftigen, weltweit weiter vor dem Einsatz von Amalgam beim Menschen.

Eine besonders quecksilberhaltige Amalgamsorte, das „Gamma-2-Amalgam“ wurde auch in Deutschland bereits verboten. Die heute verwendeten „Non-Gamma-2-Amalgame“ enthalten aber immer noch ca. 50% Quecksilber, lediglich der Gehalt an Zinn ist reduziert.

Die Zeichen einer beginnenden Quecksilbervergiftung
   Allergien
   Rheumatische Beschwerden
    Schmerzen im Bereich der Wirbelsäule
   Kopfschmerzen und Migräne
   Schwindel
   Infektanfälligkeit
   Neurodermitis, sonstige Ausschläge
   Magen- und Darmstörungen
   Neurologische Ausfälle (Sprachstörungen, Zittern u.a. an Händen und Augenlidern, gestörte Merkfähigkeit, Sehstörungen)
   Psychische Symptome (Stimmungsschwankungen, Reizbarkeit, Depressionen)
   Schlaflosigkeit
   Energielosigkeit und Ermüdbarkeit
   Mundschleimhautveränderungen, Metallgeschmack

Auch die übrigen oben genannten Bestandteile des Amalgams können Beschwerden verursachen, die in vielen Punkten den oben genannten Zeichen ähneln. Kinder sind durch eine Quecksilberbelastung der Mutter während der Schwangerschaft bereits als Neugeborene belastet. Hat ein Mensch unterschiedliche Metalle im Mund (z.B. Amalgam und Gold oder ein anderes Metall), fließt ein ständig vorhandener elektrischer Strom zwischen den Metallen, der außerordentlich belastend wirkt. Man spricht von der „Batterie im Mund“.

Nachweismöglichkeiten einer Amalgambelastung bzw. Vergiftung
  Aurikulomedizinischer Nachweis mit Nogier-Reflex (=Ohrakupunkturdiagnostik), keine Nebenwirkungen
   DMPS-Mobilisationstest (Urinuntersuchung nach Schlucken einer Kapsel eines Medikamentes (DMPS – 2,3 Dimercapto-1-propansulfonsäure, saures Natriumsalz). Bei diesem Test sind Nebenwirkungen möglich.
       Kaugummitest: Dieser Test hat eine bedingte Aussagekraft. Es wird die Konzentration an Amalgambestandteilen im Speichel gemessen, jeweils vor und nach 10minütigem Kaugummikauen. Ein Austausch der Füllungen sollte bei einem Unterschied der Quecksilbermenge im Speichel vor und nach Kaugummikauen von mehr als 5 Mikrogramm/Liter erfolgen.

Der von den Krankenkassen oft geforderte Quecksilberallergietest gibt überhaupt keine Auskunft über eine Quecksilbervergiftung! Eine echte Quecksilberallergie ist außerdem außerordentlich selten, eine Belastung oder Vergiftung dagegen deutlich häufiger.

Entfernung der Amalgamfüllungen
    Die Entfernung der Füllungen sollte – wenn möglich - mit „Kofferdam“, einer Art Gummihaut um den Zahn, sowie ständiger Absaugung durch die Zahnarztassistentinnen durchgeführt werden. Das Schlucken von ausgebohrten Amalgammaterialteilchen kann so wirkungsvoll verhindert werden.
    Vor und nach Entfernung der Amalgamfüllungen ist es ratsam, ¼ l körperwarme Vollmilch gut eingespeichelt zu trinken , wenn diese vertragen wird. Milch bindet einen Teil des Amalgamstaubes, der beim Ausbohren verschluckt wird.
   Es empfiehlt sich die Einnahme von Selen nach Anweisung des Arztes. Selen bindet Quecksilber an sich und bildet einen ungiftigen Komplex.
  Da eine Quecksilberbelastung in den allermeisten Fällen mit einem Zinkmangel einhergeht, sollte dieser ausgeglichen werden.
   Sehr wichtig ist eine anschließende Ausleitung des noch im Körper vorhandenen und gespeicherten Quecksilbers mit homöopathischen Präparaten, die für jeden Patienten genau ausgetestet werden müssen.
  Während der Ausleitungsphase viel trinken (3-4 l Wasser/Kräutertee).
   Häufig ist durch die lange Amalgambelastung auch ein Vitaminmangel (vor allem von Vit. B3) vorhanden, der behoben werden soll.
   Die Aufnahme von Quecksilber über Nahrung und Medikamente sollte generell so gering wie möglich gehalten werden.

 

    Copyright © 2000 Dr. Wilfried Geissler          Disclaimer            mail an den  webmaster